Oensingen Balsthal Bahn

 

Spurweite 1435 mm 
Schienen 12 m/stk 36 kg/m
Länge des Streckennetzes 4 115 Meter
Grösste Steigung 12 ‰
Kleinster Kurvenradius 250 Meter
Brücken 2
Gesamtlänge 12,2 Meter
Bahnhöfe 4
Kursbuchfeld 412

Rollmaterial

Elektro Loks Personenwagen
Dampfloks und Draisinen Güter- und Dienstwagen

 

Meilensteine

1899 Am 16. Juli wurde die Oensingen-Balsthal-Bahn eingeweiht.
1902 Beim Kantonalgesangsfest in Balsthal wurden in 33 Zugfahrten cirka 7000 Passagiere befördert.
1904 Von den SBB musste ein vierachsiger Personenwagen beschafft werden, weil der Personenverkehr mit dem anderen Rollmaterial nicht mehr bewältigt werden konnte.
1905 Eine Steigerung der Fahrgäste auf 41 000 (+25%) wurde erreicht.
1907 Der Fahrpreis wird von 7 Cts. auf 5 Cts. reduziert.
1908 Auszahlungen von Gratifikationen an die Mitarbeiter.
1911 Seit dem ersten vollen Betriebsjahr hatten sich die Frequenzen wie folgt verändert: Personenverkehr +250%, Güterverkehr +90%.
1915 Inbetriebnahme der Gleiserweiterung in der Station Balsthal mit neuer Lokremise und Lagerhaus.
1916 Ein entlassener Handlanger der Bahngesellschaft brachte den Zug 1 am 26. April zum entgleisen.
1917 Wegen hohen Kohlenpreisen machte man sich Gedanken über eine Elektrifizierung der Strecke.
1918 Am 12. November wurde die Strecke wegen eines Generalstreikes zeitweilig Stillgelegt. Der Normalbetrieb wurde am 15. November wieder aufgenommen.
1920 Mit Spezialtarifen und Rabatten wurde der aufkommenden Konkurenz auf der Strasse der Kampf angesagt.
1921 Der seit der Betriebseröffnung amtierende Betriebsleiter Walter Letsch wechselte zur Langenthal - Jura - Bahn. Nachdem ging die OeBB mit den Bahnen Langenthal - Jura, Langenthal - Melchnau, Solothurn - Niederbipp eine Betriebsgemeinschaft ein. Als gemeinsamer Betriebsdirektor wurde der bisherige OeBB Direktor gewählt.
1928 Nachdem es der Langenthal - Jura - Bahn wirtschaftlich nicht sehr gut ging, wurden die LJB Gleise von der SBB Station ins Dorf Oensingen abgebrochen.
1931 Die Personalunion wurde wegen der schlechten finanziellen Lage der LJB auf Wunsch der OeBB hin aufgelöst.
1935 Die Bahn bekommt die Weltwirtschaftskrise und eine verstärkte Lastwagenkonkurenz zu spüren. Die Bahn reagierte mit einer Senkung der Gütertaxe.
1936 Trotz einer Belebung des Verkehrs schrieb die OeBB zum ersten Mal rote Zahlen. Dies geschah ebenfalls im Jahre 1938.
1939 In diesem Jahr kam es zu einem Aufschwung beim Personen- und Güterverkehr. Im gleichen Jahr am 1. September erfolgte die Kriegsmobilmachung der Armee und damit die Unterstellung der Transportanstalten unter den Militäreisenbahndirektor.
1943 Im Mai dieses Jahres wurde auch der Betrieb der Strecke Niederbipp - Oensingen der LJB eingestellt. Die OeBB fuhr als Ersatz die Arbeiterzüge bis Niederbipp auf der SBB Strecke. Diese Züge verkehrten bis 1963.
1943 Am 3. Oktober wurde nach nur 200 Tagen Bauzeit die Fahrleitung auf der Strecke Oensingen - Balsthal eingeweiht. Wegen dem Kriegsbedingten Mangel bestand der Fahrdraht aus Eisen, statt wie sonst aus Kupfer.
1944 Im März des Jahres wurden die Lokomotiven Ce 2/2 von der Industrie geliefert. Bis dahin besorgten ein «Roter Pfeil» der SBB und eine Ce 4/6 Lokomotive der BLS den Verkehr.
1947 Die dritte Lokomotive konnte in Betrieb genommen werden, es handelte sich ebenfalls um eine Ce 2/2.
1950 Mit dem Ausbruch des Koreakrieges kam die Industrie durch die Aufrüstung wieder zu einer Hochkonjuktur. 1951 steigerte sich das Güterverkehrsaufkommen um 30% im Vergleich zum Vorjahr.
1952 Die Haltestelle Äussere Klus wurde aufgehoben und in den Maiacker versetzt.
1957 Ein Gutachter führte eine Überprüfung der Betriebsverhältnisse der OeBB durch. Das Gutachten kam zur Schlussfolgerung, dass der angestrebten Rationalisierung des Personenverkehrs mit einer Verlegung der Personentransporte auf die Strasse nicht nähergekommen wurde.
1960 Überraschend wurde von der PTT der Posttransportvertrag gekündigt.
1968 Nach dem Rücktritt des seit 1938 amtierenden Direktors drängte sich eine Neuorganisation der Geschäftsleitung auf.
1970 In diesem Jahr wird einigermassen diskret und kommentarlos im Geschäftsbericht darauf hingewiesen, dass der Personenverkehr eingestellt werden soll.
1973 Nach dreijährigem Ringen wurde die Konzession der OeBB um 50 Jahre verlängert. Wegen der neuen Konzession geänderten Verhältnisse, sah sich die Leitung der EBT, welche seit 1968 die Leitung und Betriebsführung der OeBB übernommen hatte, gezwungen, den Betriebsvertag auf Ende 1973 zu kündigen.
1974 Ab diesem Jahr wurde mit der Erneuerung der Strecke und Rollmaterial begonnen. Beim Rollmaterial kam aus Kostengründen keine Neuanschaffung in Frage.
1982 Mit der Einführung des Taktfahrplanes ergaben sich für die OeBB einige fahrplantechnische Verbesserungen.
1983 Die Von Roll Werke in der Klus stellten im Herbst den Giessereibetrieb ein. Damit verlor die OeBB endgültig ihren ehemaligen Hauptkunden.
1988 In diesem Jahr konnte die Erweiterung der Depotanlagen abgeschlossen werden. 
1989 Ab diesem Jahr stellte sich jeweils ein Defizit ein. Die OeBB bemühte sich jedoch mit innovativen Ideen das Defizit so klein wie möglich zu halten.
1991 Eine Konzeptidee der Streckenausweitung der OeBB wurde entwickelt. Danach hätte die OeBB direkte Züge von Balsthal nach Solothurn und Olten angeboten. Diesen Betriebsauftrag erhielt dann aber die RM, nicht zuletzt wegen dem modernen Rollmaterial.
1995 In diesem Jahr wurden noch zwanzig weitere Güterwagen für das rollende Lager der Tela AG gemietet.

 

Weitere Informationen... Streckenplan

Weitere Infos zur Bahn:

Offizielle Seite:    Oensingen Balsthal Bahn
E-Mail: info@oebb.ch
Postadresse

Oensingen-Balsthal-Bahn
4710 Balsthal

Telefon 062 391 31 01
Fax 062 391 17 30

In freundlicher Zusammenarbeit mit der Oensingen Balsthal Bahn.

Mehr Information zur OeBB gibts im Jubiläumsbuch "100 Jahre OeBB" von Beat Birkhofer

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